Förderung für Existenzgründungen geht weiter

Förderung für Existenzgründungen geht weiter

Neue Förderrichtlinie in Kraft getreten

Existenzgründungen werden im Land Brandenburg auch in der neuen EU-Förderperiode aus dem Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln unterstützt. Die von Arbeitsminister Günter Baaske und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers unterzeichnete gemeinsame Richtlinie zur “Förderung von Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen” ist in Kraft getreten. Am 1. Oktober wurde auf der Internetseite der Investitionsbank (ILB) ein Online-Portal freigeschaltet, über das Projektträger Förderanträge einreichen können. Von 2015 bis 2017 stehen dafür insgesamt 18 Millionen Euro zur Verfügung. 

Mit der bisherigen Existenzgründungsförderung wurde ein umfassendes Beratungsnetzwerk in Brandenburg aufgebaut. In allen Kreisen und kreisfreien Städte gibt es einen regionalen Lotsendienst, der vor allem Arbeitslose auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit mit Qualifizierung und Beratung unterstützt. Zudem gibt es einen speziellen Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten, an allen Hochschulen einen Gründungsservice sowie drei Gründungswerkstätten für junge Leute. Diese Arbeit soll mit der neuen Förderung ab 1. Januar 2015 fortgesetzt werden. Ziel ist es, pro Jahr rund 1.200 Gründungswillige zu beraten und davon circa 720 in die Selbständigkeit zu führen.

Von 2001 bis zum Juni 2014 wurden mit der Existenzgründungsförderung aus dem ESF über 21.420 Gründerinnen und Gründer beraten, von denen sich 14.175 selbständig gemacht haben.

Günter Baaske: “Die Förderung von Existenzgründungen ist und bleibt eine wichtige Säule der Brandenburger Arbeitspolitik im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Der Schritt in die Selbständigkeit muss gut durchdacht sein, damit das neue Unternehmen erfolgreich sein kann. Die Lotsendienste helfen mit ihrer Beratung, die Existenzgründung sorgfältig vorzubereiten und die Marktchancen einer neuen Geschäftsidee auf Stärken und Schwächen genau abzuklopfen.”

Ralf Christoffers: “Gerade an Hochschulen gibt es ein großes Potenzial an Geschäftsideen und Gründungspersönlichkeiten. Diese gilt es zu entdecken, zu entwickeln und bei der tragfähigen Unternehmensgründung zu unterstützen. Dies ist die Aufgabe des Gründungsservice an den Hochschulen, der neben der eigentlichen Gründungsberatung für das Thema Selbstständigkeit sensibilisieren soll.”

Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender von Brandenburgs Förderbank ILB: “Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der Brandenburger Wirtschaft. Daher ist es unsere Aufgabe, nicht nur Ansiedlungs- und Erweiterungsinvestitionen zu unterstützen, sondern auch den Prozess davor. Durch die Integration der Arbeitsförderung kann die ILB diesem Auftrag seit 2014 wesentlich besser nachkommen. Zusätzlich haben wir heute das neue ILB-Kundenportal gestartet und gehen damit einen bedeutenden Schritt in die Zukunft der Förderung. Die Antragsbearbeitung online wird für den Kunden jetzt noch transparenter, schneller und insgesamt komfortabler.”

Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB): “In den vergangenen beiden Jahren haben wir insgesamt 110 innovative und technologieorientierte Existenzgründungen betreut – 2012 und 2013 waren ausgesprochene Gründerjahre auch für die ZAB. Und seit Anfang dieses Jahres unterstützen wir durch die Integration der Berater aus der LASA das Land bei der Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, bei der Vorbereitung und Umsetzung von Programmen zur Existenzgründungsförderung sowie durch die Beratung und Begleitung ausgewählter Projekte. Die neue Richtlinie bietet eine ausgezeichnete Grundlage, das gute Gründungsklima in Brandenburg zu unterstützen.”

Richtlinie im ILB-Netz: www.ilb.de

Quelle: www.ilb.de

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